As Glück is a Matz

oder: ... wenn der Teufel los ist ...

Mit einem humorvollen Blick auf die menschlichen Schwächen und Stärken feierte die Laienbühne Pocking e.V. vor ausverkauftem Haus am Wochenende die Premiere von „As Glück is a Matz“ aus der Feder von Winfried Frey in der Stadthalle Pocking. Das Stück, in dem die Grenzen zwischen Himmel und Erde verschwimmen, überzeugte das Publikum mit einer Mischung aus bayerischem Charme, schauspielerischer Leidenschaft und einem originellen Bühnenbild.

Die Geschichte dreht sich um die Göttinnen Weda, Busserl, Luci und Duseline, die über das Schicksal der Menschen streiten. Während Weda, die oberste Göttin, mit Blitz und Donner droht, um die Menschheit zu bestrafen, glaubt die liebenswerte Busserl an das Gute in ihnen. Luci hingegen, ihres Zeichens Nachfahrin des Teufels, hat nur Chaos und Verführung im Sinn. Gemeinsam mit der spielerischen Duseline schmieden sie einen Plan: Ein göttliches Spiel soll zeigen, ob die Menschheit noch Hoffnung verdient. Drei Handwerker – ein Schreiner, ein Schneider und ein Schuster – werden zu Kandidaten auserkoren und stellen sich zwischen Liebe, Versuchung und Glück den himmlischen Herausforderungen.

Himmlische Komödie mit göttlichem Humor

Die Besetzung brillierte durchgehend. Daniela Günzel verkörperte die strenge Weda mit einer gelungenen Mischung aus Autorität und amüsanter Überforderung. Katrin Riedl begeisterte als liebevolle Busserl, die an das Gute im Menschen glaubt, während Marion Günzel als verschmitzte Luci mit ihrem teuflischen Charme punktete. Maria Maier brachte als wechselhafte Duseline Schwung und List ins Spiel.

Bei den menschlichen Charakteren stachen Christian Fischer als verführerischer Schneider Öhr und Günther Baier jun. als trinkfreudiger Schuster Sohln hervor. Richard Köck überzeugte als der verliebte Schreiner Babb, dessen Herz für die bezaubernde Veverl (Katharina Eichlseder) schlägt. Die Nebenrollen, darunter Franz Lauber als jähzorniger Schreinermeister Hobelmann und Verena Scheer als Wahrsagerin und Wirtin Suri, trugen zur Vielseitigkeit der Inszenierung bei.


Das Bühnenbild war ebenso außergewöhnlich wie das Stück selbst. Die Kulisse, die sich zwischen Himmel, Bayern und Mailand bewegte, schuf durch bewegliche Elemente eine fließende Verbindung zwischen den Welten. Dank der kreativen Arbeit des Bühnenbauteams wurde die Fantasie des Publikums angeregt und das Spiel der Darsteller optimal unterstützt.

Ein besonderer Applaus gilt Daniela Günzel, die nicht nur auf der Bühne glänzte, sondern auch für die Komposition der himmlischen Lieder verantwortlich war. Unterstützt von Christian Hofer und Jeremias Huber erhielt die Inszenierung einen musikalischen Rahmen, der die göttlichen und irdischen Szenen wunderbar ergänzte.

 

Mit „As Glück is a Matz“ hat die Laienbühne Pocking wieder einmal bewiesen, wie leidenschaftliches Laienschauspiel die Herzen der Zuschauer erobern kann. Die Verbindung von göttlichem Humor und menschlichen Schicksalen brachte das Publikum zum Lachen, Nachdenken und Staunen. Die Premiere war ein voller Erfolg und macht Lust auf weitere Aufführungen.