Presseberichte 2015

Bei der Laienbühne gruselt man sich gerne

Dieses Stück hat Biss: Vampir Vladi (Günther Baier junior, r.) und Martl (Christian Fischer). Das Bühnenbild sorgt für Weinkeller-Atmophäre.
Dieses Stück hat Biss: Vampir Vladi (Günther Baier junior, r.) und Martl (Christian Fischer). Das Bühnenbild sorgt für Weinkeller-Atmophäre.

Begeisterung für den bayerischen Schwank "Der Vampir von Zwicklbach" – Noch drei Aufführungen in der Stadthalle

 

Vampire und Gruselgeschichten sind in. So liegt die Laienbühne Pocking mit ihrem diesjährigen Theaterstück "Der Vampir von Zwicklbach" voll im Trend. Bestätigt wurde das am Samstagabend bei der Premiere des Schwanks von Ralph Wallner in drei Akten: die Stadthalle war gut gefüllt. Das Team der Pockinger Laienbühne auf und hinter der Bühne um Vorsitzenden Raimund Klein war begeistert von diesem Zuspruch.

 

Die Freude am Theaterspielen war regelrecht zu spüren. Klar, dass es sich vor so einer Zuschauerkulisse leichter spielt – und vorab gesagt, ging das lustig-humorvolle Stück fließend und schauspielerisch überzeugend über die Bühne. Dass es sich hier um Laienschauspieler handelt, die im Alltag alle ihrem Broterwerb nachgehen, hätte ein Fremder wohl kaum gemerkt.

 

Die Professionalität der Aufführungen der Laienbühne hat sich von Jahr zu Jahr gesteigert. Das beginnt schon bei der Sprachübertragung in die Halle. Keine für die Schauspieler lästigen Headsets mehr, sondern etliche Raummikrofone, die für eine gute Rundum-Akustik sorgen und von Christian Schmelz und Klaus Bachl ausgesteuert werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt für ein überzeugendes Theater ist die Darstellung der Bühnenschauspieler. Die Frisuren und die Maske (Elke Klimstein) und das Schminkteam des Ensembles (Daniela Günzel, Maria Allmeroth, Eva Graml und Melissa Hahn), sorgen dafür, dass die Rollenbesetzungen überzeugend auf der Bühne präsentiert und dargestellt waren. Die Spielleitung für das sehr amüsante Verwirrspiel um den depressiven Vampir "Vladi" auf Gut Zwicklbach, der seiner vor etwa 150 Jahren verflossenen Liebe noch immer nachtrauert, haben Karlheinz Neulinger, Maria Allmeroth und Ingrid Klein übernommen. Eine Vampir-Story lebt stark von der Atmosphäre auf der Bühne. Die große Bühne der Pockinger Stadthalle lässt viel Raum hierfür und für das Bühnenbild: der Weinkeller des Gutes, gestaltet von Günther Baier sen., Horst Huber, Hans Reger, Thomas Graml und Maximilian Baier, ist absolut treffend. Man kommt mit nur einem Bühnenbild aus, da die Handlung nicht mehr Kulisse benötigt. Und die Schauspieler beherrschen in ihren Rollen jeweils die Handlung vollinhaltlich.

 

Der Vampir von Zwicklbach, dargestellt von Günther Baier jun., präsentiert sich als eine Aufführung mit acht Hauptrollen. Denn alle acht Besetzungen des Stückes sind überzeugend ausgefüllt und die Schauspieler oben auf der Bühne ergänzen sich so glänzend, dass sie als eine geschlossene Einheit wirken.

 

"In den ehrwürdigen Gemäuern des Hofes derer zu Zwicklbach geht gar Seltsames vor." So ist es nachzulesen in der Familienchronik des Gutshofes, denn ein bayerischer Vampir soll in den Gewölben hausen. " Doch wird er trinken das Blut seiner Liebe, so schlafet sie nicht ein, sondern beide werden teilen dasselbe Schicksal, sodann dasselbe Leid und dieselbe Freud." Das lesen die junge Sophie (Katharina Barth) und Martl (Christian Fischer) in den Gewölben des Weinkellers. Martl hat seine noch heimliche Liebe Sophie überredet, mit hinabzusteigen. Natürlich glaubt man kein Wort von dem, was in der geheimnisvollen Familienchronik alles zu lesen ist. Bis der Vampir ins Geschehen einbezogen wird und die komisch- komplizierte Geschichte ihren Lauf nimmt.

 

Die Besitzerin des Gutes, die verarmte Baronin Theresia von Zwicklbach (Marion Günzel), will das Gut verkaufen und die ersten Interessenten sind gleichwohl auf Besichtigungstour und landen am Ende im Weinkeller. Die herrische Kreszentiana von der Mühl (Daniela Günzel) und ihr devoter Ehemann Hannes Petrus (Gerhard Hutterer) sind sehr angetan, vor allem aber Kreszentiana. Aber: beide haben "Leichen" im Keller. Und das soll Folgen haben. Auch sie glauben nicht an einen Vampir, sondern wollen die Gerüchte nutzen, den Preis zu drücken.

 

Vampir Vladi nutzt seine übersinnlichen Fähigkeiten, die verzwickten Beziehungskisten und Machenschaften zu entblößen. Sein im Frust angetrunkener Alkoholrausch sorgt zusätzlich für einen fatalen Irrtum seinerseits, der zunächst für einen weiteren scheinbar nicht zu lösenden Knoten in dem Hin und Her von Missverständnissen und Geheimnistuereien sorgt. Einzig die besonnene Baronin Theresia von Zwicklbach grämt sich um den Verkauf und die Zukunft des Familienerbes, zumal die Käuferin Kreszentiana eine Wellness-Oase daraus machen will. Finanzieren will sie’s mit dem Geld ihres Gatten Hannes-Petrus, das sie sich durch Erpressung unter den Nagel gerissen hat.

 

Zur Komplettierung der Verwirrungen erscheinen die Vampirjäger Friedel (Christina Probst) und Fritz (Martin Eichlseder). Kreszentiana will die zwei ziemlich wirren Typen für ihre konspirativen Zwecke einspannen. Das geht aber gründlich daneben. Der Vampir ist entsetzt. Er fragt sich, wer diesen ganzen Schmarrn über das Fangen von Vampiren verbreitet (Knoblauch, Kreuze, Sonnenlicht...) und rekapituliert: "Des kann nur an Preiß’ g’wesen sein!" "Der Vampir von Zwicklbach" garantiert einen beschwingten Theaterabend mit vielen Lachern und einem Schuss Spannung. Prädikat: volle Entspannung für die Zuschauer im Parkett.

 

Weitere Aufführungen des Stückes: Freitag, 20. November, um 19:30 Uhr; Samstag, 21. November, um 19:30 Uhr und Sonntag, 22. November um 15 Uhr.

 

Quelle: PNP vom 16.11.2015 von Rainer Eckelt

Diese 20 Gewinner besuchen gratis die Laienbühne

Die Laienbühne Pocking zeigt in dieser Spielsaison ein turbulentes, kurzweiliges Stück mit Biss: "Der Vampir von Zwicklbach" wird vier Mal in der Stadthalle Pocking aufgeführt, die Premiere findet am morgigen Samstag statt. Die weiteren Aufführungstermine: Freitag, 20. November um 19.30 Uhr; Samstag, 21. November um 19.30 Uhr; Sonntag, 22. November um 15 Uhr. Das Stück aus der Feder des bayerischen Theaterautors Ralph Wallner ist 2009 erschienen. Der Schwank verbindet viele Elemente. Zum einen ist es ein heiteres Lustspiel, zum anderen eine etwas gruselige und spannende Geschichte um einen bayerischen Untoten.

Gleich 20 Karten für einen Besuch des Stücks hat die Laienbühne zusammen mit der PNP verlost. Jeweils eine Karte gewonnen haben: Roswitha Hallhuber, Tettenweis; Susanne Obermeier, Schmidham; Alfred Leitl, Kößlarn; Erika Hetzner, Pocking; Sigrid Wasner, Würding; Ludolf Treiber, Bad Füssing; Susanne Dorfner, Kirchham; Monika Zellner, Neuhaus; Hannelore Gruber, Hartkirchen; Iris Maier, Rotthalmünster; Sonja Huber, Tettenweis; Adolf Feuchthuber, Pocking; Hans Hakinger, Sulzbach; Marianne Bauhuber, Ruhstorf; Gerda Stöfl, Kößlarn; Franz Geiginger, Pocking; Thomas Roßmeier, Rotthalmünster; Kristina Killer, Pocking; Manuela Schneider, Ruhstorf; Judith Sickinger, Tettenweis.

Die Karten sind an der Abendkasse hinterlegt. Die Gewinner können mit ihrem Gratis-Ticket beliebig eine der Aufführungen besuchen.

Laienbühne zeigt einen Schwank mit Biss

Diesmal agieren (v.l.) Christine Probst, Martin Eichlseder, Katharina Barth, Christian Fischer, Günther Baier junior, Marion Günzel, Gerhard Hutterer und Daniela Günzel in dem Schwank "Der Vampir von Zwicklbach". − Foto: Laienbühne
Diesmal agieren (v.l.) Christine Probst, Martin Eichlseder, Katharina Barth, Christian Fischer, Günther Baier junior, Marion Günzel, Gerhard Hutterer und Daniela Günzel in dem Schwank "Der Vampir von Zwicklbach". − Foto: Laienbühne

"Der Vampir von Zwicklbach" wird vier Mal in der Stadthalle Pocking aufgeführt – Premiere am Samstag

Die Probenzeit war kurz, "aber die Schauspieler sind sattelfest in ihren Rollen und gut drauf. Ich habe überhaupt keine Bedenken, dass bei der Premiere alles klappt", sagt Raimund Klein. Erst seit Anfang Oktober laufen die Vorbereitungen für den Schwank "Der Vampir von Zwicklbach", den die Laienbühne Pocking in dieser Spielsaison aufführt. Bis auf den letzten Drücker habe man sich Zeit für die Auswahl des Theaterstücks gelassen, erklärt Vereinsvorsitzender Klein. Es sollte einfach passen. Hat es sich doch gezeigt, dass ein turbulentes, kurzweiliges, bayerisches Stück besonders publikumswirksam ist. Und da sei man beim "Vampir von Zwicklbach" auf der sicheren Seite. Premiere ist am Samstag, 14. November, um 19.30 Uhr in der Stadthalle.

Gute Sichtvon allen PlätzenDie weiteren Aufführungstermine: Freitag, 20. November um 19.30 Uhr; Samstag, 21. November um 19.30 Uhr; Sonntag, 22. November um 15 Uhr. Der Kartenvorverkauf läuft in der Geschäftsstelle der Rottaler Raiffeisenbank Pocking und bei den Schauspielern. Karten gibt es noch für alle Aufführungen. Auch wer zur Abendkasse kommt, erhält gute Plätze, denn die Stadthalle ist mit Erhöhungen bestuhlt, so dass auch aus den hinteren Reihen eine gute Sicht gewährleistet ist.

"Die Rollen sind super besetzt", verspricht Raimund Klein. Auf den Brettern stehen diesmal Katharina Barth, Daniela Günzel, Marion Günzel, Christina Probst, Günther Baier jun., Martin Eichlseder, Christian Fischer und Gerhard Hutterer. Sie alle haben als Amateure schon Erfahrung. Dass das Bühnenbild innerhalb kurzer Zeit fertig war, zeige einmal mehr, wie gut das Zusammenspiel bei der Laienbühne funktioniere, lobt Klein das ganze Team. Zuständig fürs Bühnenbild sind Günther Baier senior, Horst Huber und Hans Reger. Die Licht- und Tontechnik liegt in den Händen von Klaus Bachl und Christian Schmelz. Chefin der Maske ist Elke Klimstein.

"Der Vampir von Zwicklbach" aus der Feder des bayerischen Theaterautors Ralph Wallner ist 2009 erschienen. Der Schwank verbindet viele Elemente. Zum einen ist es ein heiteres Lustspiel, zum anderen eine etwas gruselige und spannende Geschichte um einen bayerischen Untoten: Im verlassenen Gutshof von Zwicklbach soll ein Vampir hausen. Betreten hat den Hof schon seit langer Zeit niemand mehr. Nur die junge Sophie wird von Martl überredet, in den Keller einzusteigen. Nicht ohne Folgen. – Die Baronin Theresia von Zwicklbach hat sich entschlossen, das verfluchte Anwesen zu verkaufen. Doch die interessierten Käufer, die neureiche Krezentiana von der Mühl und ihr Gatte, haben nichts übrig für diesen Vampir-Hokuspokus und hätten dem Humbug gerne ein Ende gemacht. Wenn es sein muss auch mit Hilfe von verrückten Vampirjägern, die sich zufällig in der Gegend herumtreiben...

Günther Baier juniormimt den Untoten "Wehe dem, der denkt, dass alles nur ein Märchen ist! Der Vampir von Zwicklbach ist echt und sein Biss hat ganz andere Folgen, als man sich das vorstellen kann…", heißt es im Programmheft der Laienbühne.

Günther Baier jun. mimt den unglückseligen Untoten, der sein Unwesen im Anwesen derer von Zwicklbach seit unbestimmten Zeiten treibt. Marion Günzel schlüpft in die Rolle der Baronin Theresia von Zwicklbach und Christian Fischer ist der junge, schüchterne Martl, der gern ein bisserl schneidiger sein möchte,vor allem um seine Sophie zu beeindrucken. Diese wird verkörpert von Katharina Barth. Im Gegensatz zu ihrem Martl ist sie ein Mädel mit Schneid und Pfiff. Kreszentiana von der Mühl wird von Daniela Günzel dargestellt. "Von unserem Urviech", fasst Raimund Klein seine Bewunderung für die erfahrene Amateurschauspielerin in Worte. Als Hannes-Petrus ist Gerhard Hutterer der angetraute Ehemann von Kreszentiana von der Mühl. Auf Vampirjagd gehen Friedel alias Christina Probst und Fritz (Martin Eichlseder).

Wie gewohnt kümmern sich viele fleißige Hände um das leibliche Wohl der Theaterbesucher. Nach dem zweiten Akt werden in der Pause verschiedene Schmankerl angeboten.

VERLOSUNGDie PNP und die Laienbühne verlosen für jede der vier Aufführungen je fünf Karten. Senden Sie bis morgen, 16 Uhr, eine SMS mit dem Text pnp ticket vampir an die Nummer 52020 (49 Cent pro SMS; keine Vorwahl). Bitte hinter dem Lösungswort nach einem Leerzeichen Namen und Wohnort angeben. Wer sich telefonisch an der Kartenverlosung beteiligen möchte, wählt die Nummer 0137/808400996 (50 Cent pro Anruf/mobil ggf. abweichend). Auch hier ist bis morgen, 11 Uhr, das Stichwort Vampir zu nennen sowie Name (bitte unbedingt den Nachnamen buchstabieren) und Wohnort. Die Gewinner-Namen werden am Freitag veröffentlicht.


Quelle: PNP vom 11.11.2015 von Carmen Keller

Frecher Starkbieranstich mit bischöflichem Segen

Pockinger Buam 2015
Eine starke Truppe: die "Pockinger Buam" auf der Bühne bei der Starkbierfest-Premiere. − Fotos: Jörg Schlegel

"Pockinger Buam" feiern grandiose Premiere – 800 Zuschauer begeistert von den bissigen Kommentaren und Liedern der sieben Musiker


Die Erwartungen waren groß, die Vorbereitungen enorm und der Abend schließlich ein Treffer: Einmal mehr haben die "Pockinger Buam" eine erstklassige Starkbierfest-Premiere hingelegt. 800 Zuschauer ließen sich am Donnerstagabend in der Stadthalle das würzige Bier schmecken und amüsierten sich köstlich angesichts der Darbietung auf der Bühne. Mancher musste dabei freilich aufpassen, dass ihm das Lächeln nicht einfror.

Bad Füssings Bürgermeister Alois Brundobler bewahrte eine fröhliche Miene, während seiner Gemeinde die ersten Programmnummern gewidmet waren. Deppen und Narrische gibt’s ja bekanntlich viele, wurde da auf der Bühne philosophiert. Schnell landete man bei dieser Feststellung im Kurort. "Früher hot ma gsogt: z’hoass bod’t", stänkerte Franz Venus. Und schon hatten die Buam "den Eichberger und den Camping Fuchs" auf dem Korn. Deren glorreiche Idee, Bad Füssings Heilthermen künftig mit dem Geinberger Wasser zu beliefern, war schließlich eine Steilvorlage. "Fuchs, dir ham’s as Hirn gestohlen, scheinbar is des fuat" trällerten die Buben munter zur Melodie des bekannten Kinderliedes. Allein: Die Geschäfts-Idee der Buam für Bad Füssing ist noch besser. "Ein Thermalwasser-Swingerclub, des waar doch schee", schlug Mike Fuchs vor. So mancher Thermalwassergigolo, "dem das Zipferl nur no im Wasser steht", könne dann im Thermennebel beim leisen Gong von Dame zu Dame wechseln...
Alois Brundobler, auf den beharrlich die Kamera gerichtet war, lachte tapfer. Ein paar Schweißperlen standen auf seiner Stirn, als die "Pockinger Buam" die Streiterei um die Thermenpacht zerlegten. "Brauchats bloß nachgeb’n und scho waar der ganze Hass furt", so der Ratschlag der sieben Hauptakteure, als sie den "Alois mit den traurigen Augen" besangen. Zieht die Therme Eins erst den Stopsel raus, kann der Bürgermeister die Becken vielleicht für seine Forellenzucht nutzen – so das Zukunftsszenario der Buam. Die Sieben zeigten sich musikalisch übrigens von der ersten Minute an ganz stark. Laienbühnen-Chef Raimund Klein hatte im Voraus ein Fest mit viel Musikalität versprochen. Ein eingespieltes Team ist die Truppe, auch wenn die Besetzung so erst seit dem vorigen Jahr existiert. Franz Venus ist schon altgedient. Christian Fischer sowie Gerd Rauschendorfer gehören seit Jahren zur Truppe genauso wie Mike Huber und Jörg Huber. Fred Obernhuber und Rudi Grömer feierten 2014 ihren Einstand. Auf der Bühne wurde mal siebenstimmig gesungen, mal a cappella, mal gab es Solos. Musiziert wurde mit Akkordeon, Gitarre, Tuba, Trommel und Horn. 

Jörg Huber brillierte im schwarz-lila-farbenen Bischofsgewand als Passaus neuer Oberhirte Stephan Oster. Schnell enttarnte er den immerlächelnden Blendax-Bischof ("der könnt’ Zahnpasta-Werbung machen") als Mogelpackung: "Des woas koana, wia i wirklich bin" sang er hingebungsvoll zu der Melodie von Leonard Cohens "Hallelujah". Verkrustet und konservativ beschrieb Huber den "Wolf im Schafspelz Oster".

Christian Fischer hatte sich auf Jürgen Fundke eingeschossen. Fuchtelnd parodierte er den Bad Griesbacher Bürgermeister, imitierte ihn mit den wildesten Wortverdrehern: "Alle wollen mit mir aufm Foto sei, der Beckenbauer Franz, der war mal Traumschiffkapitän, die Uschi Glas, des is die Gattin vom Neureuther Christian..."

Bei all dem lehnte sich Bürgermeister Franz Krah entspannt zurück. Hatte er vielleicht gehofft, Pocking bliebe außen vor? Nein, natürlich kam auch seine Stadt noch dran. Wurde er zwar selbst nicht parodiert, so hatten die "Pockinger Buam" seine Liebste Trixi im Repertoire. Mit passender Perücke spielte Christian Fischer Krahs Lebensgefährtin Beatrix Ponitka, die sich der Frauenquote wegen bei den "Pockinger Buam" bewirbt.

Eine Reihe von Kandidatinnen arbeiteten die Herren durch und konnten sich nicht entscheiden. Gerlinde Kaupa – aber dann könnte man sie nicht mehr derblecken. Die Bärbel Weiss ist zu "ratschert", die Marion Günzel busselt zu stark und mit der Centa Stadler? "Da kemma ja mia nimma zu Wort", meinte Rudi Grömer. Kurzum: Fitnesskanone Sabine Beham musste her. Rudi Grömer schmiss sich kurzerhand in ein hautenges pinkes Gymnastikdress und übernahm die Rolle. Wären als Konkurrentinnen nur noch "Dreschnudel" Petra Riermeier und die künftige Bundesagrarministerin Rosemarie Freudenstein auszustechen. Einen der Höhepunkte landeten die "Pockinger Buam" mit ihrer Parodie auf den Betreiber des "Asylanten-Stadels" in Hartkirchen. "Bongo" nannten sie ihn, der es weniger mit dem Arbeiten hat, und lieber fürs Nichtstun Geld einschiebt. Liebevoll bemuttert wird er von "Kedwig Hornreder", dargestellt durch Fred Obernhuber im Dirndlkleid. Mike Huber spielte den Wirt, der nun ein Asylbewerberheim betreibt. Mit Hawaiiblumen um den Hals und Surfbrett, gerade auf dem Sprung zum nächsten Urlaub: "Vom Eischenga hob i de Schnauzn voi, i schau iaz, dass i mia oi Flüchtling hoi. Egal woher, aus welchem Land, de steigern meinen Kontostand!" Der von den Buam verliehene Titel "Master of Zaster" schien daher passend. Fast drei Stunden unterhielten die "Pockinger Buam" auf höchsten Niveau ihr Publikum. Das erklatschte sich natürlich noch Zugaben und erhob die Krüge auf die gelungene Darbietung. Drei Mal ist das Spektakel noch zu erleben: Am heutigen Samstag (14. März) sowie nächsten Freitag (20. März) und Samstag (21. März). Beginn ist um 19 Uhr.


Quelle: PNP vom 14.03.2015 von Monika Bormeth, Fotos Jörg Schlegl

Starkbierfest – da ist wieder viel Musik drin

Pockinger Buam Aiftritt 2014
Musikalisch haben die sieben "Pockinger Buam" (v.l.) Fred Obernhuber, Mike Huber, Franz Venus, Rudi Grömer, Jörg Huber, Christian Fischer und Gerd Rauschendorfer jede Menge drauf. Das zeigen sie wieder bei den Starkbierfesten in der Stadthalle.

"Pockinger Buam" feilen an den letzten Details des Programms – Donnerstag, 12. März, ist Premiere – Besetzung unverändert

Ja, sicher, die Bezeichnung ist eine glatte Untertreibung, eigentlich ein Etikettenschwindel. Denn "Buam" sind die sieben Mitglieder der Pockinger Starkbiertruppe nun nicht mehr. Handelt es sich bei den sieben Akteuren Mike Huber, Jörg Huber, Gerd Rauschendorfer, Christian Fischer, Fred Obernhuber, Rudi Grömer und Franz Venus doch um "g’stand’ne" Männer. Auch wenn sie im Grunde ihres Herzens alle doch nur eines wollen: spielen. Und zwar auf der Bühne und auf ihren Instrumenten. Dazu haben sie bald wieder Gelegenheit. Denn das Pockinger Starkbierfest naht. Premiere ist am 12. März in der Stadthalle, dann folgen noch vier weitere Auftritte für die "Pockinger Buam", die jetzt übrigens schon sehnsüchtig darauf warten, "dass es endlich losgeht", wie Mike Huber bereits im Vorfeld der PNP verrät.

Die Vorbereitungen nämlich, das Proben, überhaupt das Finden der Themen, das Basteln an den Liedtexten – das ziehe sich nun schon seit Monaten hin. Schließlich will so ein Auftritt vor jeweils über 800 Menschen in der Stadthalle gut vorbereitet sein. Das hohe Niveau der Vorjahre soll schließlich nicht nur gehalten, sondern im besten Fall auch noch übertroffen werden. Das ist schwer genug, das ist den "Pockinger Buam" bewusst. Doch die große Aufgabe scheuen sie nicht, sie wachsen mit der Herausforderung. Und so sitzt man nun seit Monaten zusammen – immer wieder einmal – und tüftelt. Derzeit noch an den letzten Details. "Denn das Programm steht im Großen und Ganzen. Jetzt geht es hauptsächlich daran, die Lieder zu proben", erklärt Mike Huber. Denn die Musik, so viel verrät er schon einmal im Vorfeld, wird auch heuer wieder eine große Rolle spielen bei den Auftritten der "Pockinger Buam".

Konzentration auf lokale ThemenWie schon in den Vorjahren, als man das mit großem Erfolg praktiziert hat. Da wird es auch heuer wieder witzige, hintersinnige und pointierte Texte zu bekannten Melodien geben. Da wird auch heuer wieder der ein oder andere Prominente kräftig derbleckt. Seitenhiebe werden ausgeteilt – sowohl in musikalischer, als auch in darstellerischer Form. Aber, und darauf legen die "Buam" wert, stets oberhalb der Gürtellinie. Niemand soll beleidigt werden, niemand soll das Gefühl haben, ihm sei zu nahe getreten worden. "Das ist eine Gratwanderung. Aber ich glaube, wir haben sie bisher immer gut hinbekommen, und so wird es auch heuer sein", ist Mike Huber davon überzeugt, dass es alle Derbleckten oder Ausgesungenen mit Humor nehmen können.

In der Pockinger Starkbiertruppe selbst, das betont Mike Huber, herrsche "eine tolle Harmonie". Dass es in den letzten Wochen vor dem Starkbier-Anstich in der Stadthalle immer ein weniger stressiger zugehe, wenn man neben der Arbeit noch intensiv proben muss, das sei normal. "Obwohl", überlegt Mike Huber kurz, "das Wort Stress sollte man eigentlich vermeiden. Sagen wir, wir sind derzeit gut beschäftigt." Denn schließlich mache es doch einen riesen Spaß und man sei jetzt, so kurz vor dem Start, "hoch motiviert". Schließlich wolle man ja auch wissen, wie das neue Programm ankommt.

Das soll – inhaltlich wird natürlich wie immer nichts verraten – so aufgebaut sein wie in den vergangenen Jahren. Viel Musik ist wieder drin im Pockinger Starkbierfest 2015. Schließlich sind die sieben "Pockinger Buam" allesamt gute Musiker. Thematisch wird man sich auch wieder auf die lokalen Themen konzentrieren. "Ich habe schon immer gesagt: Weg von der großen Politik. Das ist in den vergangenen Jahren gut angekommen. Und so machen wir es auch heuer wieder", gibt Mike Huber die Marschrichtung vor, auf was sich der Starkbierfest-Besucher freuen darf.

70 ehrenamtlicheHelfer pro AbendUnd die Truppe? Die ist laut Mike Huber in diesem Jahr unverändert zur vorjährigen Aufführung. Auf der Bühne stehen also Mike Huber, Jörg Huber, Gerd Rauschendorfer, Christian Fischer, Fred Obernhuber, Rudi Grömer und Franz Venus. Zumindest dem Vernehmen nach und den Aussagen der "Buam" selbst. Doch mit Überraschungen – auch personeller Art – muss man bei den "Buam" immer rechnen. Wie im Vorjahr, wo zwar bekannt war, dass es einen neuen Mitspieler geben wird, die "Buam" dann aber am Eröffnungsabend mit Fred Obernhuber und Rudi Grömer gleich zwei neue Ensemble-Mitglieder präsentiert haben.

Doch auch hinter der Bühne und im Rathaus-Foyer muss alles wie am Schnürchen klappen. "An jedem Starkbier-Abend sind 70 Mitglieder der Laienbühne im Einsatz", gewährt Raimund Klein, Vorsitzender der Laienbühne, einen kleinen Blick hinter die Kulissen. Der Verein stemmt nämlich beim Starkbierfest alles selber. Die Halle wird hergerichtet, das Essen, das an den Starkbier-Abenden verkauft wird, wird vorbereitet, die Technik muss passen, die Tische müssen dekoriert werden, an der Garderobe, am Einlass müssen Aufgaben erledigt werden. Aber bei der Laienbühne greift da ein Rädchen ins andere: "Organisatorisch sind wir bestens vorbereitet", freut sich Laienbühnen-Vorsitzender Klein.

Jetzt gibt es bei den "Pockinger Buam" nur noch eine Sorge. Bei der derzeit in der Region grassierenden Grippewelle hofft Mike Huber vor allem eines: "Hoffentlich bleiben alle gesund. Wir haben einen riesen Bammel davor, dass jemand wegen einer Grippe ausfällt. Das wäre auf der Bühne nicht leicht zu kompensieren."

Ansonsten sind die "Pockinger Buam" auch heuer wieder nicht zu stoppen. "Bei uns freuen sich alle darauf, dass wir jetzt bald loslegen können", fasste Mike Huber die Stimmung bei den Starkbier-Akteuren zusammen. Hört sich so an, als dürften sich die Starkbierfest-Gäste auf einen schönen Abend freuen.

Quelle: PNP vom 28.02.2015 von Markus Gerauer

Aktuelles

 

 

 

Wir hatten große Pläne für unser Jubiläum, leider kam wie bei vielen anderen Vereinen die Coronapandemie dazwischen. Wir blicken mit Zuversicht in die Zukunft, dass wir bald wieder auf den Brettern, die die Welt bedeuten, Sie unser Publikum unterhalten können.