Theater: Der Vampir von Zwicklbach

Proben, Proben, Proben ...

Interview mit einem Vampir

Liebe Leserinnen und Leser,
eine ganz besondere Ehre wurde mir kürzlich zu Teil. Ich durfte mich mit einem seit langem im Rottal verweilenden  Vampir treffen und kann Ihnen exklusiv in der Ausgabe des Pockinger Dialogs seine spannende Geschichte präsentieren.
Tauchen Sie nun mit mir ein in die Erlebnisse eines echten Untoten, der vielleicht in Ihrer Nähe sein Unwesen treibt.

Ihre Lieselotte von der Laienbühne

Vor mir sitzt die fahle Gestalt – gehüllt nicht etwa in einen schwarzen Umhang, wie man es vielleicht meinen könnte – sondern in sehr in die Jahre gekommenen, zerschlissenen Kleidern. Aus rot umrandeten Augen blickt er mich an, aber nicht etwa blutrünstig und schaurig, sondern traurig und einsam unterstreichen seine Augen seine gesprochenen Worte.

Ich: Sehr geehrter Herr Vampir, oder wie darf ich Sie ansprechen? Untoter? Herr Blutsauger? Graf Dracula?
Er: Ich bin der Vladimir.
Ich: Aha, Vladimir… und weiter?
Er: Nix weiter.
Ich: Also gut, Herr Vladimir…
Er: Nix Herr… einfach nur Vladimir.
Etwas verunsichert bin ich nun doch. Da denkt man doch immer, so ein Vampir hätte
was Edles oder gar Adliges an sich, aber der da scheint von dem weit entfernt zu
sein.

Ich: Gut, also, Vladimir. Es ist mir eine Ehre, mit Ihnen heute sprechen zu dürfen.
Den Knoblauch in meiner Tasche reib ich mal lieber noch ein bissal.
Was meine Leserinnen und Leser natürlich brennend interessiert ist, wie sie denn hier bei uns im Rottal gelandet sind?
Er: Tja, was soll ich sagen. Bei so einem ewigen Leben kommt man natürlich ganz schön rum. Und irgendwann bin ich dann hier gelandet… und auch hängen geblieben.
Ich: Warum? Hat Ihnen die Sonne zu schaffen gemacht? Waren die Straßen nachts zu voll? Oder schmeckt Ihnen das niederbayrische Blut so gut?
Er: Nein, das mit der Sonne ist alles Blödsinn. Keine Ahnung, wer das erfunden hat, aber mit Vampiren kannte der sich ned aus. Genauso wie der Schmarrn mit Knoblauch oder Kreuzen.
Oh je… jetzt wird’s mir glatt ein bissal ängstlich… der wird mir doch nix tun! Meine
ganzen Schutzmaßnahmen sind für die Katz!

Er: Und der Niederbayer an sich ist schon ein angenehmer Mensch, aber des Blut is jetzt a nix besonderes. Nein… es war die Liebe, die mich hier festgehalten hat.
Ich: Dann haben Sie sogar noch eine Vampirsfrau?
Diese Neuigkeit ist eine Sensation! Vielleicht kann ich ihn zu einem Doppelinterview
mit seiner reizenden Gattin überreden…

Er: Nein. Wie es halt so ist in der Liebe, lief da einiges schief.
Er sieht sehr traurig aus – und ganz und gar nicht gruselig. Irgendwie kann er einem
fast leid tun.

Ich: Ja, und warum sind Sie dann überhaupt noch da?
Er: Wissens, des is eine verzwickte Gschicht. Bis vor zwei Tagen bin ich ja immer allein gewesen in meinem Weinkeller und in dem Anwesen derer von Zwicklbach. Doch dann taucht da plötzlich dieser junge Bursch mit seinem Madl auf und die Baronin von Zwicklbach und dann auch noch zwei so Neureiche, die meiner Baroness ihr Gut abkaufen wollen und jetzt steck i da mittendrin in dem ganzen Durcheinander… und auch in so manch anderer Person!
Ich: Wie meinens denn jetzt das? Jetzt versteh i gar nix mehr!
Er: Also, wenn ich eine Person beiße – was halt mal meinem Naturell entspricht –
Mir wird schlecht! dann wird die Person ned a zu nem Vampir, wie immer alle meinen. Nein, ich bin dann für eine Stunde genau diese Person. Das kann jetzt manchmal ganz lustig sein, aber halt auch manchmal a bissal was durcheinander bringen. Und so is mir des halt jetzt passiert. Und jetzt ist die Sophie verschwunden, der Martl ganz verzweifelt, die Neureiche flippt grad total aus und die Baroness, die weiß auch nimma, was sie noch machen soll wegen ihrem Landsitz. Und ich würd ja grad ihr so gern helfen…
Ich:  Ja da bin i ja mal gespannt, wie des Ganze ausgeht!

Sie auch?
Dann schauen Sie sich doch unseren „Vampir von Zwicklbach“ auf der Bühne der Stadthalle Pocking an:
Premiere: Samstag, 14. November 2015 um 19.30 Uhr
Weitere Aufführungstermine:    
Freitag, 20. November 2015 um 19.30 Uhr
Samstag, 21. November 2015 um 19.30 Uhr
Sonntag, 22. November 2015 um 15.00 Uhr

Mit von der Partie sind Katharina Barth, Daniela Günzel, Marion Günzel, Christina Probst,  Günther Baier jun., Martin Eichlseder, Christian Fischer und Gerhard Hutterer.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Ihre Laienbühne Pocking

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Wir freuen uns schon auf das das Starkbierfest 2020.